WAHLERGEBNIS
Am 11. September wurde der Dinklager Stadtrat neu gewählt.
>>> » SPD-Stadtratsmitglieder
Der Ortsverein und die Kandidaten bedanken sich für die allseits gezeigte Unterstützung und die vielen Zusprüche. Die gewählten Kandidaten werden, wie in den vergangenen fünf Jahren, für die Interessen der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger eintreten. Bürgerbeteiligung und Transparenz der Entscheidungen werden bei uns künftig einen wesentlichen Baustein der Politik der Dinklager Sozialdemokraten bilden.
Auch für die gute Unterstützung bei der Kreistagswahl bedanken wir uns. Matthias Windhaus konnte erneut in den Kreistag Vechta einziehen und wird auch in den nächsten fünf Jahren die Interessen der Stadt und der SPD im Kreistag vertreten.
6,38 % mehr für die Dinklager SPD. Der CDU Mehrheit konnten 0,56 % abgerungen werden. Federn hat das BfD mit einem Verlust von 8,63 % lassen müssen. Neu im Stadtrat sind die Grünen mit 4,55 %.
Die SPD, als auch die Grünen, sind somit die Gewinner der Wahl. Und dennoch ist festzustellen, dass sich am Mehrheitsverhältnis letztendlich doch nichts verändert hat.
Die SPD konnte trotz der niedrigen Wahlbeteiligung noch um 348 Stimmen zulegen, während CDU und Bürgerforum jeweils über 1.800 Stimmen verloren haben. Die erstmals kandidierenden Grünen konnten 658 Stimmen gewinnen. Die 348 Stimmen der FDP aus dem Jahr 2006 wurden verteilt, weil es diesmal keinen Kandidaten vor Ort gab.
49,6 % Wahlbeteiligung
Trotz eines Anstieges um 502 Wahlberechtige im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2006 haben 1117 Wähler weniger bei den jüngsten Wahlen ihre Stimmen abgegeben. Das sollte den Politikern vor Ort zu denken geben. Die Dinklager SPD fühlt sich in ihrem Bemühen bestätigt, zunächst einmal das Interesse der Dinklager Bevölkerung für die Arbeit im Stadtrat wieder zu wecken. Entscheidungen müssen transparent und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar nach ausführlicher Diskussion in den Ratsgremien getroffen werden. Als weiteren Schritt will die SPD aktiv die Bürger einbinden und an Entscheidungen beteiligen. Bessere Information, die Teilhabe der Bürger und der Austausch verschiedener Standpunkte sind das Ziel der Sozialdemokraten. Dafür bieten sich Runde Tische und Bürgerbefragungen an. Die SPD-Fraktion wird eine entsprechende Satzungsänderung in den neu gewählten Stadtrat einbringen, um diese Form der Beteiligung in Zukunft auch den Dinklager Bürgern zu möglichen. Wir wollen dem Vorurteil „Die machen im Stadtrat sowieso was sie wollen“ aktiv entgegen treten.
Mit diesem Ergebnis kann die Dinklager SPD zufrieden sein.
Wahlergebnis im Überblick
10.025 Wahlberechtige (+ 502)
4.975 Wähler 49,62 % (6.092; - 1.117 / 63,97%; - 14,35%)
8.539 Stimmen CDU 59,17 % (- 0,56%)
3.713 Stimmen SPD 25,73 % (+ 6,38%)
1.520 Stimmen BFD 10,53 % (- 8,63%)
658 Stimmen Grüne 4,55 % (neu im Stadtrat)
Sitzverteilung im Dinklager Stadtrat
Die SPD-Ergebnisse
Platz / Kandidat / Stimmen
1 Matthias Windhaus (D-729 / +227)*
2 Udo Quaschigroch (D-455 / + 160)
3 Andrej Stölting (D-382 / + 103)
4 Ute Mährlein (D-359 / ---)
5 Thomas Gnosa (D-222 / ---)
6 Ludger Burhorst (L-117 / ---)
7 Norbert Butwil (E-76 / ---)
8 Paul Knapwerth (E-150 / +12)
9 Nicole Börensen (E-141 / ---)
10 Lars Willemsen (E-165 / ---)
11 Jochen Naß (E-184 / +24)
* Erläuterung
(D) Direktwahl (im Stadtrat)
(L) Listenplatz (im Stadtrat)
(E) Ersatz nach Listenwahl
PROGRAMM
Wir sind Dinklager SPD
Schwerpunkte unserer Arbeit für die nächsten 5 Jahre
>>> » Programm [91 KB]
>>> » Flyer [3.184 KB]
I Vorwort
Akzeptanz schaffen durch Bürgerbeteiligung und Transparenz
Die SPD Dinklage möchte mit ihrer Arbeit das Interesse der Dinklager Bevölkerung für die Arbeit im Stadtrat wieder wecken. Die SPD steht dafür, dass Entscheidungen transparent und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar nach ausführlicher Diskussion in den Ratsgremien getroffen werden.
Wer darüber hinaus Bürgerinnen und Bürger für seine Stadt und für ehrenamtliche Arbeit begeistern will, muss ihre Meinungen auch anhören und ihre Kompetenzen einbinden. Daher ist es notwendig, die Bevölkerungen an Entscheidungen zu beteiligen und in unterschiedlicher Form (Arbeitsgruppen o.ä.) einzubinden. Die SPD will als ersten Schritt jährliche Gespräche in Form Runder Tische mit Vereinen, Verbänden, sozialen Trägern Jugendlichen und/oder Unternehmern ins Leben rufen (und nicht nur vor den Kommunalwahlen).
Darüber hinaus wird sich die SPD in wichtigen Fragen für eine Bürgerbefragung gemäß Gemeindeordnung als kreative Erweiterungsmöglichkeit des politischen Handelns der Wahlbürgerinnen und Wahlbürger einsetzen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen nicht übergehen, sondern mitnehmen. Akzeptanz schaffen wir durch Beteiligung und Transparenz.
Das Land Niedersachsen hat das Instrument der Bürgerbefragung auf Empfehlung der Enquete- Kommission in die NGO aufgenommen und dabei vor allem seine Funktion bei der Informationsgewinnung des Rates, bei der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungsprozessen und beim Austausch der verschiedenen politischen Stadtpunkte untereinander hervorgehoben. Die SPD-Fraktion wird eine entsprechende Satzungsänderung in den neu gewählten Stadtrat einbringen, um diese Form der Beteiligung in Zukunft auch den Dinklager Bürgern zu möglichen.
II Familie, Bildung und Soziales
Kinderbetreuung
> Erhalt und Ausbau von Betreuungs- und Förderangeboten für Kinder in
Familien, Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen
Eine gute Betreuung und Förderung von Kindern in Familie, Kindergärten, Schule und Vereinen ist ein vorrangiges Ziel der Arbeit der SPD-Fraktion. Mit einer qualitativ guten Betreuung haben alle Kinder die gleichen Startchancen. Die Familie bleibt weiterhin zentraler Ort der Förderung, es werden aber weitere wichtige Ressourcen für Familien und Alleinerziehende geschaffen, die einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit für Mütter und Väter leisten. Neben Eltern und Kirche als Trägerinnen der Kindergärten hat die SPD-Fraktion in der letzten Ratsperiode gegen den Widerstand aus Teilen der CDU-Fraktion die notwendigen längeren Betreuungszeiten in der Krippe durchgesetzt.
Die SPD setzt sich dafür ein, entsprechend der Kinder- und Elternbedürfnisse die Betreuungsmöglichkeiten in Dinklage bedarfsgerecht und dem Gesetz verpflichtend kommunalpolitisch einzurichten. Alle Kinder, auch die Unterdreijährigen, haben ab 2013 einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz.
Schule
> Gute Ausstattung der Schulen.
> Ausbau von Ganztagsschulangeboten.
Unterstützung der Schulen durch Gewerbebetriebe.
Einrichtung eines gymnasialen Angebotes bis zum Abitur
Die Dinklager Schulen gehören vernünftig ausgestattet. Kosten in diesem Bereich sind Investitionen in die Zukunft der Kinder. Hier haben Verwaltung und Politik aus Sparzwängen heraus falsche Schwerpunkte gesetzt. Wäre den Anträgen der SPD-Fraktion gefolgt worden, wäre das Schulzentrum heute schon saniert.
Die Einrichtung von Ganztagsschulangeboten entspricht der Forderung nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ist aber auch aus schulischen Gründen notwendig. Die SPD-Fraktion unterstützt das Anliegen der Grundschule Höner-Mark nach Einrichtung einer offenen Ganztagsschule ab dem Sommer 2011, unterstützt aber auch andere Modelle wie die Hortbetreuung an der Grundschule Kardinal-von-Galen und der Hauptschule.
Wir wollen die örtlichen Unternehmen dafür gewinnen in die Ausbildung der Jugendlichen zu investieren, indem sie Förderangebote an den Schulen unterstützen. Die jetzigen Schülerinnen und Schüler sind die Arbeitnehmer von morgen. Die Betriebe wissen am besten, welche Qualifikation ihre zukünftigen Lehrlinge haben müssen und sollten die Schulen bei der Ausbildung nicht nur finanziell unterstützen.
Die SPD hält nach wie vor die Einrichtung eines gymnasialen Angebotes in Dinklage bis zum Abitur für sinnvoll und auch realisierbar.
Soziale Einrichtungen vor Ort
> Runder Tisch mit den sozialen Trägern vor Ort
Wir haben mit der St. Anna Stiftung, den Kirchen, dem Fachwerk e.V., dem Caritas-Sozial-Werk, der Josefs-Gesellschaft, dem Verein Pro Jugend u.a. kompetente und leistungsstarke Anbieter sozialer Leistungen, die vielen Dinklagerinnen und Dinklagern zudem einen Arbeitsplatz bieten. Schwerpunkte und Ziele der Arbeit dieser sozialen Träger entsprechen häufig den Anliegen einer Stadt. Der Austausch und gemeinsame Dialog sollte ausgebaut und intensiviert werden. Die SPD fordert die Einrichtung eines Runden Tisch, welcher regelmäßig (jährlich) seitens der Stadt einberufen werden soll (und nicht nur vor den Kommunalwahlen).
Demograhische Entwicklung
> Gestaltung des demographischen Wandels
Die Zukunftsfähigkeit der Kommunen wird vom demographischen Wandel (der sog. sich umkehrenden Alterspyramide) stark beeinflusst. Wir brauchen weiterhin genügend junge Arbeitskräfte, wollen aber auch jungen Senioren vor Ort eine attraktive Infrastruktur anbieten sowie den notwendigen Bedarf an Pflege und Betreuung abdecken.
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den anderen Kommunen sollen in Demographie-Workshops die für Dinklage individuellen Herausforderungen, Ziele und Handlungsoptionen herausgestellt werden (Geburtenrückgang, Entwicklung von Schülerzahlen, Einbindung älterer Erwerbstätige, Gestaltung der Infrastruktur einer Stadt wie Dinklage, Attraktivität für qualifizierte Fachkräfte, junge Familien, junge Rentner, auf Hilfe angewiesene ältere Menschen etc.).
Die SPD fordert, dass für die Stadt Dinklage ein individuelles Konzept mit Handlungsoptionen erstellt wird, um langfristig für den Wandel gerüstet zu sein.
III Wirtschaft und Arbeit
Gewerbeansiedlung und Schaffung von Arbeitsplätzen
> Aktive Gewerbeansiedlung mit Konzept
Gewerbeansiedlung bringt nicht nur Steuereinahmen mit sich, sondern schafft auch Arbeitsplätze für Dinklager Bürgerinnen und Bürger.
Es gibt mehrere Gründe, dass Dinklage kein besonders attraktiver Gewerbe- und Industriestandort für Firmen von außerhalb ist. Die These der früher Verantwortlichen, besser vom Finanzausgleich als von Gewerbeansiedlung leben zu können, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil engt die passive Gewerbeansiedlungspolitik der letzten zwanzig Jahre den Handlungsspielraum der Stadt immer mehr ein.
In den städtischen Gewerbegebieten haben sich in den letzten Jahren weniger von außen kommende Betriebe niedergelassen, sondern die vorhandenen haben sich dorthin entwickelt und expandiert. Bei florierenden Unternehmen kommt es immer wieder zu Grenzen, bei denen grundsätzliche Veränderungen notwendig sind. Dies sind meistens Grenzen des Standorts. Hier ist mit vorausschauender Kommunalpolitik Vorsorge zu treffen, dass diese Betriebe ihren zukünftigen optimalen Standort wählen können.
Fehlende Konzepte führten in der Vergangenheit zu einer Zersiedelung der Gewerbegebiete. Dieser Nachteil für den Standort Dinklage muss mittel- bis langfristig durch planvolles und aktives Handeln behoben werden. Die SPD-Fraktion hat ein Ansiedlungskonzept erarbeitet, welches die Ansiedlung von Betrieben entlang der Umgehungsstraße vorsieht. Besonders schmerzhaft für die Stadt Dinklage war in diesem Zusammenhang die Abwanderung zweier Betriebe nach Holdorf.
Die SPD setzt sich weiterhin für eine gezielte und möglichst professionelle Vermarktung von Restflächen in den bestehenden Gewerbegebieten ein.
Gewerbeförderung
> Gewerbeförderung als Dienstleitung der Stadt
Städtische Wirtschaftsförderung heißt, die besten Voraussetzungen für einen Betrieb zu schaffen. Es reicht nicht aus nur Gewerbegrundstücke anzubieten. Aktive und offensive Wirtschaftsförderung muss einhergehen. In diesem Bereich gibt es aus Sicht der SPD aber keinerlei Impulse. Im Frühjahr 2007 haben alle Fraktionen Konzepte zur Wirtschaftsförderung vorgelegt, auf deren Grundlage sechs Basisentscheidungen getroffen wurden: 1. Kommunales Wirtschaftsförderkonzept; 2. Zentrale Anlaufstelle für Investoren; 3. Zusammenstellung von Informationsmaterial; 4. Öffentlichkeitsarbeit / Bewerbung der Gebiete, 5. Internetpräsenz; 6. Schaffung von Netzwerkverbindungen.
Die SPD fordert die konsequente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Schwerpunkt muss die gezielte Akquise sowie die Fördermittelrecherche und –beratung sein. Hier müssen die zuständigen Mitarbeiter geschult bzw. kompetente Kräfte von außerhalb hinzugezogen werden.
Landwirtschaft
> Erhalt und Entwicklung bäuerlicher Betriebe
Steuerung von BiogasanlagenDie SPD in Dinklage setzt sich für eine vernünftige Regelung der Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe ein. Es sollen keine Stallneubauten verhindert werden, sondern über Bebauungspläne der Bau von Tierhaltungsanlagen, möglichst hofnah, gesteuert werden. Dabei ist es wichtig die Interessen der Landwirtschaft mit denen der Allgemeinheit in Einklang zu bringen. Wir wollen die Interessen der lokalen Landwirte im Stadtrat vertreten.
Biogas? Ja, aber…
Nach dem lange überfälligen Beschluss des Bundestages zum Ausstieg aus der Kernenergie rücken die erneuerbaren Energien weiter in den Fokus des öffentlichen Interesses. Vor allem der Bau von Biogas-Anlagen ist in unserer Region heftig umstritten. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) führt auch in seiner aktuell beschlossenen Fassung weiterhin zu einer Konkurrenz der nachwachsenden Rohstoffe, vor allem Mais, mit der Produktion von Futter- und Nahrungsmitteln. In einer viehdichten Region wie dem Landkreis Vechta halten wir, aufgrund der Flächenknappheit und dem Nährstoffüberschuss durch die Gülle, Biogasanlagen für sinnvoll, die überwiegend auf Nebenprodukte aus dem vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft zurückgreifen. Dadurch wird die Konkurrenz zur Futter- und Nahrungsmittelproduktion deutlich entschärft und die Gülle trotzdem einer sinnvollen Verwertung zugeführt. Diese Verwertung darf aber nicht mit der Biogasproduktion enden, sondern eine Separierung der Gülle, um die enthaltenen Pflanzennährstoffe zu konzentrieren und transportwürdig zu machen, muss weiter vorangetrieben werden.
Die SPD fordert eine Standortanalyse für mögliche vertretbare Biogasanlagen. Außerdem stehen wir dem Bau von Biogasanlagen, die nicht allein auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen, positiv gegenüber.
Energie
> Entwicklung eines städtischen Energiekonzeptes
> Umsetzung kommunaler Projekte
Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Da auch in Dinklage Energie immer teurer wird, sollten Möglichkeiten dezentraler Energieerzeugung unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Betracht gezogen und umgesetzt werden. Zurzeit ist die Umsetzung von Projekten zur Förderung erneuerbarer Energien besonders günstig und die Einflussnahme der Kommunen besonders groß. Durch konsequentes Handeln und praktikable Ansätze muss der Ausbau erneuerbarer Energie den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.
Im Rahmen der Ausschreibung und Verhandlung der Konzessionsverträge für Gas- und Stromlieferung haben die sechs Nordkreiskommunen dem Angebot des Netzbetreibers EWE zugestimmt, eine gemeinsamen Gesellschaft mit dem Ziel der Umsetzung von Projekten zur dezentralen ökologischen Energieerzeugung, zur Errichtung und Betrieb von Nahwärmenetzen und zur Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Energiewirtschaft (z. B. Bürgerwindpark) zu gründen. Die Kommunen halten dabei einen Anteil von 51%.
Aus Sicht der SPD hat die Stadt Dinklage nur im Verbund mit den anderen Kommunen eine reelle Chance, Projekte vor Ort zu verwirklichen. Die Interessen der Stadt sind auf der Grundlage eines städtischen Energiekonzeptes in der Gesellschaft entsprechend zu vertreten. Die SPD fordert, ein entsprechendes Energiekonzept samt Bestandsaufnahme zu erarbeiten. Dazu zählen die Bereiche Photovoltaik, Windenergie, Biomasse, Erdwärme. Aber auch hier gilt: Ohne Akzeptanz in der Bevölkerung lässt sich eine nachhaltige Energiezukunft nicht gestalten.
IV Wohnen, Freizeit und Erholung
Vereine und Ehrenamt
> Jährlicher Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement
Die zahlreichen Vereine in Dinklage vom Schützenverein über Feuerwehr und Sportvereine bis zu den kirchlichen Vereinen sorgen für ein vielfältiges Angebot. Dieses Engagement muss trotz knapper Kasse weiter gefördert werden. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Förderung ehrenamtlicher Arbeit in den Vereinen durch Zuschüsse für alle gleich erfolgt und nicht nach der Lobby der Vereine in der CDU-Fraktion.
Auch außerhalb der Vereine soll das ehrenamtliche Bürgerengagement unterstützt werden (z.B. Freundeskreis Schweger Mühle). Hier gilt es weitere Anreize zu schaffen und Projekte zu initiieren. Personen und Gruppen sollten für ihr Engagement geehrt werden, sei es in Bereichen Kultur (wie bisher), Sport, Soziales, Umwelt, Naturschutz etc. Möglich ist dieses in Form eines jährlichen Bürgerpreises anstelle des Kulturpreises alle zwei Jahre. Bei der Würdigung ehrenamtlicher Arbeit sollen auch Jugendliche berücksichtigt werden.
Jugendliche
> Schaffung von Angeboten für Jugendliche
> Unterstützung des Vereins Pro-Jugend
Die Angebote außerhalb der Vereine werden von Jugendlichen häufig als sehr eingeschränkt beschrieben. Fehlende Busverbindungen nach Lohne mit Anschluss an die Nordwestbahn, fehelende Schwimm- und Freizeitattraktionen, kein Kino etc. werden in diesem Zusammenhang häufig geäußert. Alle Wünsche werden im Rahmen einer Kleinstadt wie Dinklage sicher nicht realisiert werden können. Die SPD setzt sich als Ziel, im Dialog mit den Jugendlichen mögliche und machbare Angebote zu initiieren. Als Motor dieser Jugendbewegung konnten wir mit Lars Willemsen einen geeigneten Kandidaten für die SPD-Liste gewinnen.
Der Verein Pro Jugend nimmt als Partner der Stadt gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben der Jugendhilfe wahr. Daher bedarf es weiterhin einer Unterstützung. Kurzfristig muss ein neuer Standort für den Jugendtreff gefunden werden.
Tourismus
> Verbindung zwischen Burg, Kardinal-von-Galen-Zentrum und Innenstadt
Der Burgwald und die Burg sind unabänderlich miteinander verbunden. Mit der zwischenzeitlich eingerichteten Stiftung wird es gelingen, die Bedeutung des ehemaligen Geburtsortes des Grafen von Galen in ein angemessenes Licht in Dinklage zu rücken. Neben der Präsentation in der Kapelle, der neu restaurierten Scheune und der ehemaligen Wassermühle ist unbedingt zusätzlich zwischen der Burg und der Innenstadt eine räumliche Verbindung herzustellen. Vorschläge für die Gestaltung eines Gedenkweges von der Burg in die Stadt sind dem Rat vor langer Zeit unterbreitet worden. Eine geplante Arbeitsgruppe ist bis heute trotz mehrmaliger Nachfragen der SPD-Fraktion vom Bürgermeister nicht eingerichtet worden.
Die SPD setzt sich nicht nur für die Förderung der Ziele der Stiftung ein, sondern fordert gleichzeitig endlich die Einberufung des Arbeitskreises.
Das Beherbergungsgewerbe aber auch das Rad-, Wander- und Reitwegenetz in Dinklage sind gut gestellt und bieten alle Voraussetzungen für wachsenden Tourismus.
Burgwald
> Erhalt und Sicherung des Burgwaldes zur Naherholung
Der Burgwald als einer der wenigen im Landkreis existierenden europaweit wertvollen Gebiete (Natura 200) muss erhalten und weiterentwickelt werden. Er ist nicht nur ein naturschutzfachlich schützenswertes Objekt, sondern gleichzeitig eines der wichtigsten Naherholungsgebiete. Das grundlegende Problem des Burgwaldes ist die nun schon seit einem viertel Jahrhundert andauernde Entwässerung. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um das natürliche Potential aber auch den Erholungswert des Waldes dauerhaft zu sichern. Ein möglicher erster Schritt ist die Einrichtung eines Kompensationspools im Umfeld des Burgwaldes sowie ein ausgewogenes Wiedervernässungskonzept, so dass der Wald in seiner heutigen Erscheinung dauerhaft erhalten werden kann.
Die SPD wird sich weiterhin für den Erhalt und die Entwicklung des Burgwaldes einsetzen. Über verschiedene Finanzierungstöpfe müssen gemeinsame Interessen von Naturschutz, Freizeit und Erholung verfolgt werden (Profil – ELER oder EFRE) Hier ist auch der Landkreis als zuständige Behörde in der Verantwortung.
V Innenstadt und Städtebauliche Entwicklung
Innenstadtkonzept
> Attraktivitätssteigerung der Innenstadt
Die Innenstadt Dinklages ist und bleibt eines der Sorgenkinder der Stadt. Auf der einen Seite stehen die Dinklager Kaufleute, die sich über rückläufige Kundenströme beklagen bzw. Dinklager, die sich eine höhere Aufenthaltsqualität wünschen. Auf der anderen Seite stehen die seitens einzelner Planer oder auch des Arbeitskreises „Innenstadt“ erarbeiteten Lösungsvorschläge für mehr Lebensqualität und Attraktivität. Keine der aus diesem Ideenpool stammenden Überlegungen und Initiativen wurde bislang auch nur ansatzweise umgesetzt.
Die SPD fordert die vorhandenen Ideen und Impulse erneut aufzugreifen und endlich umzusetzen. Denn nur wer sich im Umfeld der Innenstadt wohl fühlt, hält sich dort auch gerne auf und nutzt die (noch) bestehenden Angebote.
Die vom Gutachter empfohlene Einbindung des Areals um die alte Weberei in den zentralen Versorgungsbereich hält die SPD-Fraktion nach wie vor für sinnvoll. Bis jetzt wird dieser Standort eher als störend empfunden, obwohl frühere SPD-Politiker die Anbindung an das Zentrum schon vor 15 Jahren und zuletzt 2001 im Arbeitskreis Innenstadtkonzept eingefordert haben. Durch eine vernünftige Anbindung kann eine positive Nutzungsstruktur in den Bereichen Qualitätsorientierter Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie entstehen.
Allerdings: Nicht allein die Stadt oder der Rat sind für eine sterbende Innenstadt verantwortlich. Die Stadt ist nur für den Rahmen verantwortlich. Vielmehr ist hier jeder Bürger, aber auch die Kaufleute aufgefordert ihren Teil für ein gesundes Innenstadtklima beizutragen.
Städtebau
> Optimierung der Grundversorgung
> Vorbereitung einer bedarfsorientieren Bauleitplanung
Dinklage benötigt nicht nur eine ansprechendere und belebtere Innenstadt, sondern auch eine intakte, funktionierende und gut über den Ort verteilte Grundversorgung. Defizite gibt es hier aus Sicht der SPD für die im Süden liegenden Wohngebiete. Um wettbewerbsfähige Standortbedingungen zu gewährleisten, darf der jetzige Standort auf der Hörst nicht kategorisch auf die bestehende Größe (800 qm Verkaufsfläche) begrenzt werden. Die CDU-Fraktion hat sich leider bislang gegen den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes auf der Hörst ausgesprochen. Das muss und darf so nicht bleiben. Der Standort Hörst würde sich auch für die Ansiedlung weiterer Angebote mit nicht-innenstadtrelevanten Sortimenten (z.B. Hobby- und Baumarkt) eignen.
Darüber hinaus müssen für das Areal „Alter Schlachthof“ aus Sicht der SPD alternativ die Ansiedlung innovativer Betriebe und die Möglichkeit für Erweiterungsoptionen angrenzender Betriebe in Betracht gezogen werden.
Eines der wichtigsten städtebaulichen Ziele Dinklages muss neben Wohnbebauung die weitere planerische Vorbereitung von Industrie-, und Gewerbe an der Umgehungsstraße (s. auch Wirtschaft) sein, um endlich aus dem wirtschaftlichen Dornröschenschlaf zu erwachen und der Wirtschaft neue Impulse und der Stadt ein zeitgemäßes modernes Profil zu geben.
Die SPD fordert daher die konsequente Umsetzung der vorbereitenden Bauleitplanung an der Umgehungsstraße sowie die Überplanung ungenutzter Ressourcen, jeweils in enger Absprache mit den Grundeigentümern, als auch die Optimierung der Grundversorgung am Standort Dinklage.
KANDIDATEN
Dinklager SPD nominiert Kandidaten für die Kommunalwahl
Elf Frauen und Männer kandidieren auf der SPD-Liste für die Kommunalwahl im September. Neben den langjährigen Rats- und Parteimitgliedern Andrej Stölting, Udo Quaschigroch, Ludger Burhorst, Paul Knapwerth, Matthias Windhaus und Jochen Naß bewerben sich mit Dr. Thomas Gnosa, Norbert Butwil sowie den Parteilosen Ute Mährlein, Nicole Börensen und Lars Willemsen fünf neue Kandidatinnen und Kandidaten um einen Sitz im Stadtrat.
Die Bewerber um den Einzug in den Stadtrat:
Kommunalwahl in Dinklage
Am 11. September wurde der Dinklager Stadtrat neu gewählt.
» Wahlergebnisse / » SPD-Stadtratsmitglieder
Bereits am Donnerstag, den 22.09.2011, trafen sich nun die neuen Stadtratsmitglieder der SPD-Fraktion zur ersten und damit konstituierenden Sitzung der SPD-Fraktion.
In Ihr wurden nicht nur der Vorsitzende, Matthias Windhaus, und sein Stellvertreter, Andrej Stölting, in geheimer Wahl bestätigt, sondern auch die Besetzung der Ausschüsse diskutiert und vorbehaltlich denkbarer Änderungen durch Stadt und Fraktionen festgelegt.
(siehe SPD-Stadtratsmitglieder)
In der nächsten Fraktionssitzung werden die Besetzungen der Ausschüsse endgültig abgestimmt, aber auch die Umsetzung der Programmpunkte erörtert und deren möglichen Verwirklichung, d.h. die künftige Arbeit der Fraktion, abgestimmt.












